-MISTER ME-

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Mister Me ZEIT BLEIBT ZEIT


Zugegeben: Deutsche Popmusik ist immer noch nicht sexy. Und auch nicht eigenwillig, emotional, oder sonderlich deep. Im Gegenteil. Floskeln aus den Mündern ausgehöhler Singer-Songwriter-Süßis sollen das wohlige Gefühl von Verständnis aufkommen lassen. Diese Typen verstehen mich und dich und euch. Greift zu! Es gibt Pop vom Fließband für alle! Das ist traurig aber erfolgreich – schließlich wurde jeder schon mal verlassen. Oder war unglücklich verliebt. Oder wollte frei sein. Deutscher Pop bringt keine Persönlichkeiten hervor, und das ist zum Kotzen. Wenn Kotzen eine Emotion wäre, sie wäre die mitunter einzig aufrichtige im Deutschpoeten-Zirkus.

Zwischen all dem Scheinbaren und Trügerischen gibt es sie aber doch noch, die großen Geschichtenerzähler. Die sich vielleicht nicht außerordentlich medienwirksam in Szene setzen, dafür aber das machen, woran all die anderen scheitern: Sie sind echt. Auf ganz selbstverständliche Weise. Indem sie sich chaotisch von ihren Gedanken und Gefühlen übermannen lassen, sich winden und wehren, hingeben und abstoßen. Innehalten. Stillwerden. All das Wirrwarr reflektieren. Und es am Ende zu einem Stück Musik werden lassen. So wie Mister Me. „ Mir ist wichtig, nicht so ein Deutschpop-Lappen zu sein, der in jedem Song das Gleiche erzählt“,_sagt er. Der Wahlberliner, der eigentlich Micha Meißner heißt, schöpft aus seinen Erfahrungen als Sonderling. Er war immer schon der andere. Damals, im kleinen Kaff in Niedersachsen, zwischen all den Normalos in der Schule, mit seinen Baggypants und der drastischen Leidenschaft für HipHop. Er fing an zu schreiben, das Geschriebene zu rappen, den Rap in der Sprache der Hamburger Schule zu seinem Sonderzeichen werden zu lassen. Das Sonderbare auszuhalten und lieben zu lernen.

Wie so oft im Leben eines Millenials musste auch Mister Me immer wieder an mächtigen Kreuzungen aus Möglichkeiten Halt machen. Sollte er seine Ausbildung zum Erzieher abschließen? Nach Hamburg ziehen? Und deshalb die Musik an den Nagel hängen? Was war vernünftig? Und was bedeutet eigentlich Glück? Mit dem Unglück machte er schnell Bekanntschaft: in Form eines einengenden Deals mit einem Majorlabel. „Ich war Teil einer Maschine, die nur Plastik-Mucke abgeliefert hat. Ich hatte Songwriting-Sessions, in denen es nur darum ging, so wenig wie möglich interessante Dinge aus meiner Sicht zu erzählen“, sagt Mister Me. Er musste also sein Leben umkrempeln, alles auf eine Karte setzen, nur noch Musik nach eigenem Empfinden machen, und gewann damit den Nachwuchspreis von Radio Fritz. Der nächste Schritt: Berlin. Dort war es erwartungsgemäß hart. Mister Me spielte auf der Straße, in kleinen Clubs, schrieb Songs und hoffte auf bessere Zeiten – _bis er endlich die richtigen Menschen traf. Ex-Virginia-Jetzt!-Frontmann Nino Skrotzki zum Beispiel, der ihn fortan als Manager und Freund unterstützen sollte. Nicht nur damals, bei seiner ersten EP „Nackt“ (2015), sondern auch jetzt bei seinem Debütalbum ZEIT BLEIBT ZEIT. Ein gegensätzliches Stück Pop: unbequem, dringlich, feinfühlig. Musik über die Freundin, die nach Brasilien gehen musste, über Moni, einen beängstigend nahestehenden Fan, der den Kampf gegen den Krebs verlor. Über Panikattacken, Kindheit. Kleinsein, Alleinsein. Melancholie und Alltag. Hoffnunghegen und Ausbrechen. Aber nie ohne die über all den Gefühlen prangenden Botschaft, dass alles immer irgendwie weitergeht. Und das Leben doch irre schön ist.

„Ich merke, dass es mehr und mehr Leute gibt, die den Worten, die ich singe und sage, einen Wert zusprechen. Das ist wirklich krass und nicht selbstverständlich! Und dann kommt jetzt endlich mein erstes Album! Was gerade passiert, hinterlässt mich ein bisschen sprachlos und fliegend“, sagt Mister Me – wohlwissend und trotzdem überwältigt davon, dass es: genau, oft einfach irre schön ist. Den gesamten Sommer als Support-Act für Silbermond zu spielen: ein Zwischenstopp auf seiner jungen Reise. Er wird sicher noch weiter fliegen.

________ PRESSE: magdalena@futsfut.com


 

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